
Es ist ein Septett, unser Hausensemble, das für die Durchführung der Konzerte im Schlosskirchlein zuständig ist. Während der langen Fermate
, wenn die vorangegangene Konzertreihe noch nachhallt, gib der Cellist – er spielt bei uns die erste Geige – für das nächste einzuspielende Stück den Basston an. Auf diesem Fundament, so quasi mit links entworfen, haben die übrigen Mitglieder die Aufgabe, mit ihrem Part zu einer wohlklingenden Harmonie beizutragen. In diesem Sinn ist keine Stimme unwichtig. Manchmal mögen sich im Vordergrund zwei oder drei zu einer Sequenz zusammen tun, dann wieder setzt ein Einzelner sogar zu einer Kadenz an. Falls eine Dissonanz droht, setzen die Ensemblemitglieder dem «teuflisch Geplärr und Geleier» ein Ende und entwickeln nach besonderer Manier einen neuen Akkord. Immer wieder ist Improvisation gefragt, das macht das Ganze spannend und interessant. Und der Schlusston wird stets im göttlichen Dur angepeilt…
Wir freuen uns über Ihren Besuch im Mai in der Schlosskirche, Sie werden auch bei Moll-Intervallen zu Ihrem Hörgenuss kommen!