Programm

7. Konzert

Freitag, 25. Mai 2012, 20.00 Uhr

Transatlantic Stories

von und mit George Gruntz, Klavier
Der legendäre Jazzpianist spielt wieder für uns

George Gruntz – Pianist, Komponist und Bandleader – ist einer der prominentesten Vertreter des Euro-Jazz und erfreut sich überdies weltweiter Bekanntheit und Beachtung. In seinem Soloauftritt in Spiez wählt, spielt und kommentiert er Improvisations-Grundlagen aus seinem überaus reichen Repertoire. Es umfasst sowohl eigene Themen wie auch Titel aus dem grossen Songbook, der Sammlung von Jazzthemen mit Weltgeltung.

George Gruntz

George Gruntz wurde 1932 in Basel geboren. Erstmals international bekannt wurde er 1958 als Mitglied der «Newport International Band», unter anderem in Zusammenarbeit mit Louis Armstrong. Seither sind seine Auftritte in allen wichtigen Jazzfestivals der Welt legendär: New York, Monterey, Berlin, Warschau, Antibes, Pori, Molde, Montreux etc. Und nicht zu vergessen ist sein Auftritt an den Schlosskonzerten Spiez 2010.

1964 setzte Gruntz erstmals Themen aus dem Repertoire des musikalischen, europäischen Barock konzertant jazzmässig um (LP «Jazz Goes Baroque»), 1965 – 1969 unternahm er mehrere Studienreisen durch Nordafrika, um ein sinnvolles Zusammenspiel mit arabischen Beduinen vorzubereiten (LPs «Noon in Tunisia», «The Tunisian Thrill» und «Maghreb Cantata»). Darauf folgten Projekte mit Trommelkulturen aus Basel und Schottland.

Als musikalischer Leiter des Zürcher Schauspielhauses und anderer bedeutender Theater in Stuttgart und Wien schrieb Gruntz die Musik zu über 80 Bühnenstücken, hauptsächlich zu Uraufführungen der Dramatiker Peter Weiss, Friedrich Dürenmatt, Edward Albee, Martin Walser und anderer. Weitere Höhepunkte sind die Uraufführung des Balletts «Thundermove» in Basel und Berlin, ein Szenisches Oratorium in Graz, die Uraufführung der Jazzopern «Cosmopolitan Greetings» in Hamburg und «The Magic of a Flute» in Gstaad.

Von zentraler Bedeutung im Schaffen von George Gruntz ist seine 1972 gegründete «Concert Jazz Band», mit welcher er mit nahezu 300 Konzerten durch fast alle Kontinente der Welt (mit Ausnahme von Australien) unterwegs ist. Das Orchester figurierte jeweils nach entsprechenden Tourneen weltweit auf ersten Plätzen der Polls wichtigster Jazzpublikationen (Down Beat, Jazz Forum etc.). Die Besetzungslisten mit über 200 Namen lesen sich wie ein Who’s Who des zeitgenössischen Top-Jazz. 1989 erhielt das Orchester den ersten Preis und den «Japanese Best Performance Award» für das beste Konzert des Jahres in Japan. 1991 spielte die «Concert Jazz Band» zusammen mit Miles Davis am Montreux Jazzfestival. 1992 und 2002 unternahm das Orchester als eine der ersten Jazz-Grossformationen Pionier-Tourneen durch die Volksrepublik China.

Dokumentation des Werks von George Gruntz: nahezu 100 Tonträger (von 78 bis 33 rpm – und CD/DVD), mehrere Fernseh-Dokus und zwei Bücher
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