Programm

8. + 9. Konzert

Samstag, 29. Juni 2013, 20.00 Uhr, Apéro ab 19.15 Uhr
Sonntag, 30. Juni 2013, 17.00 Uhr, Apéro ab 16.15 Uhr

Amore! Disperazione... Tradimento!!!

Grosse Emotionen – die Oper zu Besuch

Andrea Suter, Sopran
Lilia Tripodi, Mezzosopran
Andrew Murphy, Bariton
Riccardo Bovino, Klavier

Drei Figuren in einer stimmungsvollen Kirche – sie treten auf, sie lieben, sie hassen, sie verraten sich und, so wagen wir zu hoffen, vielleicht finden sie auch wieder zusammen.

Es ist alles andere als harmlos und leicht, all die grossen Gefühle rund um die (un-)gewöhnlich verzwickte Liebe erleben und erdulden zu müssen. Dies gilt insbesondre auch für Sängerinnen und Sänger aus der Welt der dramatischen Oper und der Commedia dell’Arte, die durch heftige Emotionen bis an ihre Grenzen bewegt und gefordert werden.

Wird unser achter und doppelt geführter Anlass ein Konzert sein oder viel eher eine halbszenisch aufgeführte Oper? Lassen Sie sich überraschen! Auf alle Fälle erwarten Sie junge, erfolgreiche Opernsängerinnen und -sänger und ein neues musikalisches Erlebnis in der Schlosskirche: Für einmal ist die traditionelle Trennung mit den Ausführenden oben im Chor und dem Publikum unten im Kirchenschiff aufgehoben und die Akteure nehmen unerwartete neue Räume in Anspruch. Deshalb weicht die Anordnung der Sitzplätze von der üblichen Norm ab, und die Zahl der Plätze ist reduziert.

Auch bei der in Szene gesetzten Musik lassen wir Sie noch etwas im Ungewissen. Es sei hier verraten, dass die ausgewählten Ausschnitte aus der Welt der Oper auf unerwartete Weise neu zusammen finden und dafür sorgen werden, dass die für die Oper unabdingbaren gefühlsmässigen Wechselbäder voller Gemüt, hysterischer Ausbrüche, zärtlicher Duette und absurder Umstände zu ihrem vollen Recht kommen werden. Und – fast wäre er vergessen gegangen – in der Mitte des Geschehens kämpft ein Pianist mit allen seinen Tasten und Kräften darum, alle Beteiligten zu einem glücklichen Ende zu leiten respektive zu begleiten. Ob und wie ihm dies gelingen soll, wird sich weisen…

Murphy, Bovino, Suter, Tripodi

Andrea Suter wurde in Zürich geboren und lebt in Basel. An der Hochschule der Künste Bern studierte sie bei Hans Peter Blochwitz Gesang. Nach dem Lehrdiplom im Jahr 2007 folgten Weiterbildungen, ab 2008 ein Aufbaustudiengang an der Zürcher Hochschule der Künste, den sie im 2011 mit dem Master of Music Performance abschloss. Andrea Suter ist Mitglied der Ensembles Origen und Lamaraviglia und konzertiert in verschiedenen Lied-Duo- und Kammermusik-Formationen. Zudem tritt sie regelmässig als Oratoriensängerin auf; so sang sie 2011 die Rolle der Rosa in Robert Schumanns «Der Rose Pilgerfahrt» mit dem Orchestre Symphonique du Jura. Im gleichen Jahr sang sie in einer Produktion der Pocket-Opera-Company in Zürich und war in der Titelpartie einer Produktion des freien Opernensembles Operella zu erleben.

Mit Beginn der Spielzeit 2012/2013 wurde Andrea Suter für das Opernstudio «OperAvenir» am Theater Basel engagiert und übernahm mehrere Partien in verschiedenen Opern.

Die Mezzosopranistin Lilia Tripodi wurde in Sofia (Bulgarien) geboren und wuchs in Italien, Österreich, der Schweiz und Deutschland auf. Sie begann ihr Gesangsstudium 2001 an der Hochschule für Musik Köln. 2007 legte sie ihre Diplomprüfung mit Auszeichnung ab und setzte ihre Ausbildung im Aufbaustudiengang Konzertexamen in Köln fort. Schon während ihres Studiums wirkte die junge Künstlerin in zahlreichen Konzerten in Deutschland, Italien und Bulgarien mit. Erste Bühnenerfahrungen sammelte sie als Lisetta in einer Inszenierung von Joseph Haydns «Il mondo della luna». Ende 2009 schloss Lilia Tripodi ihr Konzertexamen ab und wurde zur Saison 2010/2011 als Elevin am Theater Krefeld und Mönchengladbach engagiert, wo sie in verschiedenen Rollen zu erleben war.

Ihre Gesangsausbildung verfeinert sie weiterhin mit der Sopranistin Janet Bartolova und mit dem Tenor William Mateuzzi. Diese Spielzeit ist Lilia Tripodi Mitglied im Opernstudio «OperAvenir» des Theater Basel.

Andrew Murphy wurde am College of Music in Dublin ausgebildet. 1986–1989 war er Mitglied des Bayerischen Staatsopernstudios. Danach wurde er an die Wiener Kammeroper verpflichtet. Zwischen 1992 und 2001 folgten verschiedene Engagements an den Stadttheatern Freiburg und Ulm und am Staatstheater Saarbrücken. Daneben gab er Opern- und Konzertgastspiele in Wien, England, Italien, Japan, China, Irland und Amerika. Seit 2001 ist Andrew Murphy am Theater Basel engagiert und sang hier u. a. Golaud («Pelléas et Mélisande»), Cadmus/Somnus («Semele»), Kaspar («Der Freischütz»), Waarlam («Boris Godunow»), Léandre («L’amour des trois oranges») sowie den Tierbändiger («Lulu»).

Zuletzt war er u.a. am Theater Basel in «Les dialogues des Carmélites», als Bonzo in «Madama Butterfly», Silvano in «La Calisto», Don Bartolo in «Le nozze di Figaro», in Verdis «Aida», als Alfred P. Doolittle in «My Fair Lady», als Doktor in «Wozzeck», als Zuniga in «Carmen» sowie als Dikoj in «Katja Kabanowa» zu erleben.

Riccardo Bovino, in Turin geboren, studierte Klavier zuerst in seiner Heimatstadt. Nach dem Abschluss mit 18 Jahren setzte er sein Studium in Basel bei Jürg Wyttenbach und Gérard Wyss fort. Schon als 21-Jähriger wurde er an der Hochschule für Musik der Stadt Basel als Lehrkraft angestellt und wirkte dort bis 2008. Danach wurde er von der Hochschule der Künste Bern als Dozent berufen. Seine Vorliebe für Kammermusik und Gesang führte ihn, parallel zu einer intensiven solistischen Tätigkeit, mit Künstlern wie Ivan Monighetti, Sol Gabetta, Jennifer Larmore und Hans Peter Blochwitz für Konzerte und Aufnahmen zusammen. Riccardo Bovino konzertierte in wichtigen Konzertsälen in Zürich, Amsterdam, London, Wien sowie Buenos Aires und gastierte an Festivals in Luzern, Basel und Gstaad.

2004 – 2007 studierte Riccardo Bovino als Dirigent am Mozarteum in Salzburg. Neben seiner intensiven Tätigkeit als Solist und Kammer­musikpartner gilt sein Interesse im Besonderen der Leitung verschiedener Ensembles und Orchester und der Verbreitung zeitge­nössischer Musik.
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