Programm

1. Konzert

Mittwoch, 6. Mai 2015, 20.00 Uhr

Iiro Rantala String Trio

Skandinavischer Jazz der intensiven Art
Iiro Rantala, Piano
Adam Bałdych, Violine
Asja Valcic, Cello

Alles andere als kühle nordländische Musik wird es werden beim Auftritt dieses hoch angesehenen Trios rund um den finnischen Pianisten und Komponisten Iiro Rantala, der, im Zentrum des Geschehens stehend, alle Jazzstile kennt und mit einer stupenden Technik virtuos umsetzt. Da ist die Österreicherin Asja Valcic, die mit ihrem Cello meistens den Boden legt und damit musikalische Seele des Projektes ist. Und da ist schliesslich der polnische Geiger Adam Bałdych, ein junger Hexer, der sein Instrument scheinbar mühelos meistert und trotz seiner Jugend schon mit allen musikalischen Wassern gewaschen ist.
Schon die Besetzung entspricht also nicht gängigen Mustern des Jazz. Statt mit Piano, Bass und Schlagzeug tritt das Trio in der aus der klassisch-romantischen Musik stammenden Klaviertriobesetzung auf. Doch Jazz hin, Klassik her - für Iiro Rantala, der Bach zum «ersten Jazzpianisten» erklärt, sind diese Kategorien obsolet. Er legt schwelgerische, auf Schönheit ausgelegte Melodien über flirrende Pizzicati, grundiert die Streicher mit rhythmisch aufgebrochenen Patterns, die auf abgedämpften Saiten klingen wie Loops, improvisiert mal jazzig und kommt uns dann klassisch-romantisch. Asja Valcic und Adam Baldych sind ihm gleichgesinnte Partner in ihrer überbordenden Lust an der Melodie und am Zusammenspielen - ein Trio ohne Vergleich, das sowohl eingefleischte Jazzfans als auch Klassikliebhaberinnen und -liebhaber begeistern wird.

Iiro Rantala String Trio

Iiro Rantala ist ein «Naturereignis an den Tasten» (Jazzthing), ein Alleskönner. Bislang war der Name Rantala vor allem mit dem Trio Töykeät verbunden, einem der wildesten, witzigsten und visionärsten Klaviertrios der internationalen Jazzszene, das sich nach 18 erfolgreichen Jahren aufgelöst hatte, damit sich Rantala auf seine Solokarriere konzentrieren konnte. Diese kam in Schwung, als Rantala mit Lost Heroes 2011 sein Debüt gab. Die Einspielung wurde als eine der besten Pianosolo-Aufnahmen der letzten Jahre begeistert gefeiert. Rantalas neues Album «My History of Jazz» ist ein persönlicher und etwas anderer Blick auf die Jazzgeschichte und die Rolle des Pianos in ihr.
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Adam Bałdychs Talent zeigte sich früh. «Mit neun Jahren entschloss ich mich, eine Musikschule zu besuchen», erinnert er sich. Mit 13 entdeckte er den Jazz und entschied sich, seinen weiteren Weg in diese Richtung zu gehen, mit 16 begann schliesslich Bałdychs internationale Karriere. Nachdem er sein Jazzstudium an der Musikhochschule Kattowitz mit Auszeichnung abgeschlossen hatte, bekam er ein Stipendium für das Berklee College of Music in Boston. Obwohl in den USA lebend, liess Bałdych den Kontakt zu polnischen Musikern nie abreissen: Seine Band Damage Control ist ausschliesslich mit Landsleuten besetzt.
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Ausserhalb der Klassik-Welt führt das Cello eine wohlklingende, aber weitgehend unauffällige Existenz. Vor diesem Hintergrund nimmt die Cellistin Asja Valcic in der europäischen Musikszene eine herausragende Position ein. Denn sie spielte sich mit ihrem Instrument nach vorne, indem sie ihr musikalisches Vokabular kontinuierlich erweiterte und die engen Genregrenzen durchlässiger machte. Parallel zu ihren Engagements in der Klassik-Welt hat sich Asja Valcic zunehmend der Improvisation und neuen Ausdrucksformen zugewandt und sich sowohl als Solistin als auch als Dozentin einen Namen gemacht – unter anderem in Kroatien, Deutschland, England, Japan und Italien.
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