Programm

8. Konzert

Montag, 25. Mai 2015, 17.00 Uhr

Amar Quartett & Quatuor Terpsycordes

Quartetthappening x 2
Unser Streichquartettfest für alle, die Kammermusik lieben

Ludwig van Beethoven
(1770 – 1827)
Streichquartett F-Dur op. 18 Nr. 1
Allegro con brio
Adagio affettuoso ed appassionato
Scherzo: Allegro molto
Allegro
Felix Mendelssohn
(1809 – 1847)
Streichquartett f-Moll op. 80
Allegro vivace assai – Presto
Allegro assai
Adagio
Finale: Allegro molto
Franz Schubert
(1797 – 1828)
Quartettsatz c-Moll D 703
Allegro assai
Erwin Schulhoff
(1894 – 1942)
Fünf Stücke für Streichquartett
Alla Valse viennese
Alla Serenata
Alla Czeca
Tango
Tarantella
Felix Mendelssohn
(1809 – 1847)
Oktett für Streicher Es-Dur op. 20
Allegro moderato ma con fuoco Andante
Scherzo
Presto

Das Zürcher Amar Quartett und das Genfer Quatuor Terpsychordes lassen kulturelle Röstigräben und zwischen Ensembles latent schlummernde Konkurrenzkämpfe vergessen. Zuerst abwechselnd mit Meisterwerken aus ihrem Repertoire auftretend, verbinden sich die beiden Quartette zum Schluss und als Höhepunkt des zweiteiligen Quartett-Konzertes zu einem Oktett und interpretieren das für diese Besetzung einmalige Meisterwerk von Felix Mendelssohn.

Amar Quartett

Anna Brunner, Igor Keller, Hannes Bärtschi und Christopher Jepson bilden das in Zürich ansässige Amar Quartett. Seit Paul Hindemiths 100. Geburtstag 1995 hat das Ensemble die Ehre, den Namen Amar Quartett zu tragen. Hindemith gründete 1922 als Bratschist unter diesem Namen ein Quartett, benannt nach dessen erstem Geiger Licco Amar. In der Werkauswahl verbindet das Amar Quartett bewährte Tradition mit der bewussten Förderung der zeitgenössischen Musik, nicht zuletzt indem es während 10 Jahren Kompositionsaufträge, vorrangig an Schweizer Kulturschaffende, vergab.
mehr zum Amar Quartett

Anna Brunner wurde 1972 in Zürich geboren. Ihre geigerische Ausbildung begann sie bei ihren Eltern und an den Konservatorien Zürich und Basel. 1992 schloss sie mit Lehrdiplom und 1995 Konzertreifediplom mit Auszeichnung an der Musikakademie Basel ab. Anna Brunner ist Gründerin und Mitglied des Amar Quartetts seit 1987. Zwischen 1989 und 1995 wirkte sie im Kammermusikensemble Ars Amata Zürich mit. Von weltbekannten Musikern wie Isaac Stern, Walter Levin, Joseph Kalichstein, Paul Katz, Hatto Beyerle und dem Alban Berg Quartett wurde Anna Brunner wesentlich musikalisch geprägt. Sie lebt mit ihren vier Kindern in Thun und widmet sich hauptberuflich dem Amar Quartett.

Igor Keller wurde 1973 im Elsass geboren. Er studierte u.a. an der International Menuhin Music Academy bei Alberto Lysy. Als Solist trat er mit bekannten Orchestern auf wie l‘Orchestre Philharmonique de Strasbourg, le Nouvel Orchestre de Radio-France, Sinfonieorchester Basel, Württembergisches Kammerorchester und Camerata Academica Salzburg. In Meisterkursen erhielt er kammermusikalische Anregungen von bekannten Künstlern. 1994 gründete er das Trio Ligeti und gewann im Jahre 1996 den 1. Preis bei der Osaka International Chamber Music Competition. Von 1997 bis 2006 war er zweiter Konzertmeister des Orchestre Philharmonique de Strasbourg. Seit 2010 ist Igor Keller 1. Konzertmeister im Sinfonieorchester St. Gallen.

Hannes Bärtschi wurde 1977 in Männedorf geboren. Er erhielt mit sechs Jahren den ersten Violinunterricht, kurz darauf auch Klavierunterricht. Nach der Matura 1997 begann er sein Violastudium bei Nicolas Corti am Konservatorium Zürich, das er mit Auszeichnung abschloss. Seit Januar 1999 ist Hannes Bärtschi Bratschist des Amar Quartetts und seit 2008 Solobratschist der Camerata Zürich. Als stellvertretender Solobratschist ist er seit 2010 im Sinfonieorchester Basel tätig.

Christopher Jepson wurde in England geboren und studierte am «Royal College of Music» in London. Anschliessend bildete er sich an der Hochschule für Musik in Berlin weiter. Während des gut zweijährigen Aufenthalts in Berlin trat er als Solocellist mit den meisten bekannten Kammerorchestern Berlins auf, um dann eine feste Anstellung beim Rundfunk Sinfonieorchester in Berlin zu erhalten. Seit September 2009 ist Christopher Jepson Stellvertretender Solocellist im Sinfonieorchester Basel und seit Sommer 2012 Mitglied des Amar Quartetts.

Quatuor Terpsycordes

Die Auswahl des Repertoires, die Vielfalt von musikalischen Betrachtungsweisen und ein Kaleidoskop von Persönlichkeiten: All diese Facetten bilden die einzigartige und prägnante Originalität des Quatuor Terpsycordes. Dieses in zahlreichen internationalen Wettbewerben – unter anderem erster Preis im Jahre 2001 in Genf – preisgekrönte Streichquartett hat es verstanden, sein homogenes und sich ergänzendes, vier- und vielfaches Talent erstrahlen zu lassen dank der Zusammensetzung der Musiker, ihrer radikalen Spielweise und ihren mutigen Interpretationen.

Auf der Bühne wie in den CDs pflegt das Quatuor Terpsycordes den Eklektizismus. Seine Einspielungen, die von der Fachpresse sehr geschätzt werden, widerspiegeln in jedem Projekt den Wunsch, mit Präzision und Fantasie das Wesen des Textes wiederzugeben.

Das im Jahre 1997 entstandene und in Genf beheimatete Quatuor Terpsycordes studierte bei Gábor Takács-Nagy und bildete sich dann unter anderem bei Musikern der Quartette Budapest, Hagen, Lasalle oder Mosaïques weiter. Seine Mitglieder mit sehr unterschiedlicher Herkunft (Italien, Bulgarien und Schweiz) begeistern das Publikum an musikalischen Festivals auf der ganzen Welt immer wieder.

Und stets behalten sie den Hauch der Muse Terpsichor, Tochter der Musik, im Ohr, welche Ausdruck und Geist vereint: Terre (Erde), psy (Geist), cordes (Saiten).
mehr zu Quatuor Terpsycordes

 

Konzert 1 2 3 4 5 6 7 8 9

zurück zum Programm 2015