Programm

5. Konzert

Freitag, 20. Mai 2016, 20.00 Uhr

Franz Hohler – Ein Feuer im Garten

Kurzgeschichten und Volksmusikklänge
Franz Hohler liest Kurzgeschichten aus seinem neuesten Buch. Und Evelyn und Kristina Brunner sorgen mit ihren packenden Volks- und Weltmusikklängen dafür, dass aus der Lesung auch ein Konzert und ein neues literarisch-musikalisches Ganzes entstehen.

Neue Kurzerzählungen von Franz Hohler
Franz Hohler liebt es, in die Welt hinaus zu gehen. Bis an den Arabischen Golf und nach Teheran führen ihn seine Reisen. Aber manchmal genügen ihm auch kurze Wege in seine Nachbarschaft, um auf erstaunliche Geschichten zu stossen. In diesem Band sind Franz Hohlers neueste Kurzerzählungen versammelt. Sie zeigen ihn einmal mehr als einen Autor, der leidenschaftlich gerne Geschichten erzählt.

Mit sicherem Gefühl für Pointen, mit leiser Ironie und einem wachsenden Gefühl für das Brüchige in der Welt erzählt er seine neuesten Geschichten. Da ist die Dichterin, die Kindern eine Geschichte über ein Feuer im Garten so lebhaft erzählt, dass ein kleiner dreijähriger Junge so sehr beeindruckt ist, dass er begeistert aufspringt und losläuft und gar nicht merkt, wie er dabei die eigentliche Geschichte versäumt. Da ist der Autor, der auf einer Fahrt zu einer Lesung ausgerechnet vergessen hat, sein Buch mitzunehmen. Oder da ist der Erzähler, der merkwürdig einsilbig bleibt, als ihm ein Mann in der Nachbarschaft erklärt, bald würden sie hier die Fremden sein und die Einheimischen die Fremden von heute. Franz Hohler hat sich wie das Kind in der Geschichte vom »Feuer im Garten« die Gabe zum Staunen bewahrt. Er beobachtet die Welt um sich genau, und nicht selten verwundert ihn, was er sieht. Diese Momente des Staunens und der Verwunderung halten die hier versammelten neuen Erzählungen Franz Hohlers in der ihm eigenen, scheinbar beiläufigen Weise virtuos und fesselnd fest.

Franz HohlerFranz Hohler wurde 1943 in Biel geboren; er lebt heute in Zürich und gilt als einer der bedeutendsten Erzähler unseres Landes. Franz Hohler ist mit vielen Preisen aus­ge­zeichnet worden, u.a. erhielt er 2002 den Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor, 2005 den Kunst­preis der Stadt Zürich, 2013 den Solothurner Literaturpreis, 2014 den Alice-Salomon-Preis und den Johann-Peter-Hebel-Preis. Sein Werk erscheint seit über vierzig Jahren im Luchterhand Verlag.
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Kristina Brunner, geboren 1993, studiert Cello mit Schwerpunkt Volksmusik an der Musikhochschule Luzern bei Jürg Eichenberger. Zuvor erhielt sie Unterricht von Widar Schalit, Martina Huber, Martina Schucan und Peter Leisegang. Die ersten musikalischen Gehversuche machte sie auf dem Schwyzerörgeli bei Louise Keller, später bei Daniel Marti. Auch diesem Instrument blieb sie bis heute treu und unterrichtet das Fach an der Musikschule der Region Gürbetal.

Kristina und Evelyn Brunner

Evelyn Brunner, geboren 1990 studierte Musik- und Be­wegungs­spädagogik an der Musikhochschule Luzern. In ihrer frühen Kindheit begann sie Schwyzerörgeli bei Louise Keller zu spielen und genoss Unterricht bei Daniel Marti und Markus Flückiger. Nach einigen Jahren klassischen Kontrabass-Unterrichts bei Bettina Keller und Dieter Lange folgten zwei Unterrichtsjahre bei Bobby Burri an der Musikhochschule Luzern. Evelyn Brunner unterrichtet Schwyzerörgeli an den Musikschulen Region Thun und Bern.
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Als speziellen Gast laden wir die Bibliothek Spiez ein.

 

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